Das angekündigte Kind

Leseprobe aus Band 7, Seite 162 und 163

Es geht um Jesu Umgang mit den Menschen, seine Leidenszeit, sein Sterben und seine Auferstehung.

Wer ist dieser Jesus? Diese Frage stellen sich viele Menschen, die ihm begegnen. Die Männer, die mit ihm durchs Land ziehen, wüssten darauf viele Antworten. Jesus überrascht sie immer wieder, und langweilig wird es nie mit ihm. Was er sagt und wie er handelt, spaltet ein ganzes Volk. Und alle beschäftigt eine Frage: Ist dieser Jesus wirklich der Messias? Die Antwort der Bibel findet sich in diesem Buch.

Manoach und seine Frau hatten sich immer einen Sohn oder eine kleine Tochter gewünscht, aber sie waren schon lange kinderlos. Eines Tages kam ein himmlischer Bote zu der Frau und erklärte: “Gott lässt dir sagen, dass du bald einen Sohn bekommen wirst. Er wird ein besonderes Kind sein. Gott hat Großes mit ihm vor: Er soll Israel von den Philistern befreien.”

Die Philister waren ein anderes feindliches Volk, unter dem die Israeliten viel zu leiden hatten. Oft wurden die Israeliten von fremden Völkern überfallen, die ihr Land verwüsteten und ausplünderten. Doch es war ihre eigene Schuld, denn sie kehrten Gott immer wieder den Rücken und beteten zu den fremden Göttern der anderen Völker, die um sie herum wohnten.

Die Frau lief sofort zu ihrem Mann und erzählte: “Ein heiliger Mann ist bei mir gewesen. Er sagte mir, dass wir einen Sohn bekommen werden! Er sah aus wie ein Engel Gottes, so dass mir ganz unheimlich war. Ich traute mich nicht, ihn zu fragen, woher er kommt, und er hat mir seinen Namen nicht gesagt.

Das Kind ist von Gott zu einer besonderen Aufgabe ausgesucht worden. Auch seine Haare dürfen nicht geschnitten werden. Ist das nicht alles merkwürdig?” Manoach glaubte seiner Frau. Trotzdem bat er Gott: “Lass doch den Engel noch einmal zu uns kommen! Er soll uns genau sagen, was wir mit dem Jungen, den er uns angekündigt hat, tun sollen.”

Gott erhörte Manoachs Bitte und schickte seinen Boten noch einmal. Diesmal kam der Engel, als die Frau gerade allein auf dem Feld war. Sofort rannte sie ins Dorf zu ihrem Mann und sagte: “Komm schnell! Der Fremde, der bei mir war, ist wieder da!” Manoach ging mit ihr mit und fragte den Engel: “Bist du es, der neulich mit meiner Frau gesprochen hat?” “Ja, das war ich”, antwortete der Engel. Manoach fragte weiter: “Wenn wir einen Jungen bekommen, wie du uns vorausgesagt hast, wie sollen wir ihn erziehen? Was darf er und was nicht?”

Der Engel erwiderte: “Das habe ich deiner Frau schon gesagt. Sie soll Alkohol und unreine Speisen meiden. Auch euer Sohn darf so etwas später nicht essen und trinken. Außerdem darf er sich niemals die Haare schneiden lassen. Denn seine langen Haare sind ein Zeichen, dass er zu Gott gehört.”

Einige Zeit später bekamen Manoach und seine Frau einen kleinen Jungen und nannten ihn Simson. Er wuchs heran, und Gott segnete ihn. Seine Eltern blickten hoffnungsvoll in die Zukunft, denn sie glaubten fest daran, dass ihr Sohn als Erwachsener das erfüllen würde, was der Engel vorausgesagt hatte.

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